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Rezension | Nevernight: Die Prüfung – Jay Kristoff

MissFoxy 7. November 2017
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Nevernight: Die Prüfung | von Jay Kristoff | Verlag: Fischer TOR | erschienen am 24.08.2017 | Übersetzer: Kirsten Borchardt | Hardcover | 704 Seiten | 22.99€ (D) Kaufen?*  | Meine Wertung: ★★★★★ 5 Sterne + Füchschenbuch

Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die ‚Rote Kirche‘. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der ‚Roten Kirche‘ machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet … (Quelle: Verlag)

Meine Meinung 

Ich finde Jay Kristoff nicht nur als Mensch unglaublich
cool, ich war auch schon mehr als begeistert von Illuminae, was er zusammen mit
seiner Autorenkollegin Amie Kaufman veröffentlicht hat. Mit Nevernight ist sein
erstes Buch in Deutschland erschienen und, anders als Illuminae, haben wir mit
der Geschichte ein High Fantasy Buch vor uns, das sich hauptsächlich an
erwachsenes Publikum richtet, was man mitunter an vielen Ausdrücken erkennt
aber auch an der Härte der Dinge, die innerhalb des Romans passieren. Für mich
war das eine gelungene Abwechslung zu vielen Romanen, die sich mitunter auch an
Jugendliche richten müssen und dies gab nicht nur der Protagonistin Mia mehr
Charakter, sondern auch der Story an sich, denn es machte sie weitaus realer
und begeistert uns auf eben die gleiche Art, wie es auch Game of Thrones tut.
Was das Buch sehr besonders macht, und was ich darüber
hinaus sehr geliebt habe, sind die Fußnoten, die das Buch von vorne bis hinten
schmücken. Sie sind mal informativ, mal lustig und sarkastisch und gaben dem
Buch das gewisse Etwas. In dieser Form habe ich sie bisher nur in Bartimäus
erlebt und damals habe ich dieses kleine Detail schon sehr geliebt. Auch ganz
abgesehen von den Fußnoten ist Nevernight mit seinem roten Buchschnitt und dem
hochwertigen Cover einfach ein kleines Meisterwerk, was die Gestaltung
anbelangt. Besonders gefallen haben mir außerdem die drei Karten, die uns die
doch sehr komplexe Welt von Nevernight ein wenig näher bringen. Überhaupt hatte
ich das Gefühl, dass die Welt – im Gegensatz zu den Welten viele anderer Fantasyromane
– sehr gut ausgearbeitet und recherchiert ist und auch wirklich tief geht. Man
kann sich in ihr und ihren Geschichten und Legenden beinahe verlieren und auch
hier merkt man wieder die Liebe zum Detail.
Mia ist nicht die typische Protagonistin. Und das, obwohl
sie viele Eigenschaften hat bzw. auch eine Geschichte hat, die beide nicht ganz
untypisch für Fantasyromane sind. Sie verliert früh ihre Familie, ist dann
zunächst auf sich allein gestellt, bis sie einen Mentor findet, der sie in
ihrem Ziel unterstützt. Den findet Mia übrigens in Mercurio, der sie in die
Geheimnisse der Rote Kirche einweiht, dem Assassinenorden, zu dem sie sich zu Beginn
des Buches aufmacht und bei dem sie ihre Ausbildung absolviert. Nebenbei
gemerkt entwickelt sich da eine sehr typische Internatsatmosphäre, die ich sehr
geliebt habe. Kommen wir aber zurück zu Mia. Obwohl sie eine recht typische
Vergangenheit hat, geht sie mit dieser jedoch anders um, als die meisten Protagonisten,
die wir kennen. Mia ist nicht nett und gewiss keine Heldin – vielmehr sogar
eine Antiheldin –  und trotzdem machte
das in meinen Augen sehr viel aus. Ich gewann sie lieb und ich hoffe, dass es nicht
nur mir so ergeht.
Wenn ich über Nevernight rede, dann komme ich aus dem
Schwärmen gar nicht mehr heraus. Neben allen durchweg positiven Punkten, die
ich bereits erwähnt habe, muss ich abschließend noch auf die eigentliche
Geschichte zu sprechen kommen. Ich habe mich ja sehr auf Nevernight gefreut und
nachdem ich schon nach wenigen Seiten begeistert war, wollte ich mir das Buch
möglichst lange aufheben. So las ich die ersten 200 Seiten zwar in relativ
langer Zeit, dann war es jedoch mit meiner Geduld vorbei und ich las den Rest
in wenigen Stunden. Nevernight begeisterte mich besonders durch immer
wechselnde Settings und Situationen, viele Wendungen und ständigen Einblicken
in Mias Vergangenheit, die auch immer neue Fragen beantwortet, jedoch auch
aufwarf. Nevernight hat eine gewaltige Sogwirkung und diese ganzen Punkte
zusammen lassen Nervernight so zum einen meiner Jahreshighlights 2017 werden.

Nevernight ist eines meiner Jahreshighlights 2017. Nicht nur
die Geschichte selbst hat eine große Sogwirkung, auch Jay Kristoffs
Schreibstil, die Charaktere, der Weltentwurf und nicht zuletzt die hochwertige
und außergewöhnliche Gestaltung haben es mir angetan und ließen mich das Buch
lieben. 

Reiheninformation

Nevernight

Die Prüfung | Das Spiel | Band 3

Weitere Rezensenten

Letterheart | Piglet and her Books | Trallafittibooks

Vielen lieben Dank an den Fischer TOR Verlag für die
Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.

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5 Comments

  1. Jill von Letterheart 7. November 2017

    Oh Jule,

    was für eine fantastische und tolle Rezension!
    Ich kann mich deiner Begeisterung wirklich nur anschließen, auch für mich ein klares Jahreshighlight! Jay Kristoff hat es einfach drauf!
    Ich freue mich schon unendlich doll auf die Fortsetzung nächstes Frühjahr *.*
    Vielen lieben Dank für die Verlinkung!

    Drück dich <3 Jill

    Antworten
  2. Hannah 7. November 2017

    Ohh ich liebe es wenn ein Buch besonders gestaltet ist! Mich kann man ja auch immer super mit Illustrationen ködern, die sind hier aber nicht dabei oder?

    Ich habe das englische Exemplar noch hier liegen, drücke mich aber ehrlich gesagt davor, weil eben Jay Kristoff wie du schon sagst einen ziemlich außergewöhnlichen Schreibstil hat und das ganze nochmal auf englisch PLUS Fußnoten aiaiai 😀 Aber irgendwann werde ich mich da auf jeden Fall mal durchbeißen! Vielleicht sollte ich noch warten bis alle Fortsetzungen draußen sind, warten ist nicht so meine Spezialität 😀

    Liebe Grüße
    Hannah

    Antworten
  3. Anja 8. November 2017

    Das ist eine wirklich schöne Rezension, mir ging es beim Lesen ganz genauso! Jay Kristoff schreibt aber auch wirklich packende Geschichten, bei denen man gar nicht mehr zu lesen aufhören möchte.

    Der wirklich einzige Punkt, der mich etwas gestört hat, war dass die Fußnoten manchmal meiner Meinung nach etwas Überhand genommen haben. Aber das ändert rein gar nichts an meiner Begeisterung über Nevernight, es gehört auf jeden Fall auch zu meinen Jahreshighlights 🙂

    LG
    Anja

    Antworten
  4. Nicci Trallafitti 10. November 2017

    Super tolle Rezension, liebe Jule!
    Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen, auch ich fand die Welt grandios und Mia ist mir ebenfalls ans Herz gewachsen durch ihre besondere Heldinnen/Antiheldinnen Rolle.

    Vielen Dank fürs Verlinken, das hole ich bei mir direkt nach.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Antworten
  5. Julias Lesewelten 12. November 2017

    Wundervolle Jule <3
    Ich hab am letzten Wochenende die ersten 200 Seiten des Buches gelesen und mich wirklich verliebt! Der Schreibstil von Jay Kristoff ist fantastisch und dann diese Fußnoten! Sie bringen mich immer zum schmunzeln! In der Woche komme ich nicht wirklich dazu das Buch zu Lesen durch die ganzen Klausuren, aber ich lese langsam weiter, sodass ich das Buch noch eine sehr lange Zeit über genießen kann!
    Alles Liebe,
    Julia <3

    Antworten

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