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Rezension | Scherben der Dunkelheit – Gesa Schwartz

MissFoxy 9. April 2018

Scherben der Dunkelheit | von Gesa Schwartz | Verlag: cbt | erschienen am 25.09.2017 | Übersetzer: – | Hardcover | 592 Seiten | 17.99€ (D) Kaufen?*

Klappentext
Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint … (Quelle: Verlag)

Scherben der Dunkelheit - Gesa Schwartz - Innenabbildung

Meine Meinung

Gesa Schwartz‘ Schreibstil liebt oder hasst man. Oft habe ich gehört, dass der Schreibstil zu verträumt war oder man einfach nicht mit ihm warm wurde. Mit ihrem nun dritten Buch, Scherben der Dunkelheit, wagte ich mich nun auch an ein Buch von ihr, das uns in die magische Welt eines dunkeln Zirkus entführt. Wer sich mit Genres sehr gut auskennt, der merkt sicher, dass man das Buch im Genre Magischer Realismus verorten könnte. Genau das ist auch absolut richtig.

Ich hatte in der Vergangenheit Probleme mit dem Genre und das, obwohl mich Zirkusgeschichten immer magisch anziehen. Man betrachtet in diesen Geschichten das Geschehen meist aus einer entfernten und gleichzeitig auch entfremdeten Perspektive und das trifft leider einfach nicht meinen Geschmack. Dennoch wage ich liebend gerne neue Versuche und Scherben der Dunkelheit war einer davon. Leider wurde ich auch aus diesem Grund nicht wirklich mit dem Roman warm. Die Protagonistin Anouk ist dabei eigentlich ein wahnsinnig interessanter Charakter. Sie hat eine nicht ganz einfache Vergangenheit und wird so schnell in den Bann des Zirkus gezogen, der mit ihren Ängsten und Erinnerungen spielt. Hier wäre sehr viel Raum gewesen für eine Entfaltung und Weiterentwicklung des Charakters und doch blieb genau das immer so unterschwellig und schwer greifbar, dass man es weder genau bemerken noch nachvollziehen konnte, was für mich sehr viel verschenktes Potential darstellt.

Was ich wahnsinnig toll fand, das waren der Zirkus, seine Geschichte und die gesamte Atmosphäre mit allen Artisten und Mitgliedern. Es prallen zwei Welten aufeinander. Die positive Stimmung n der Manege und die Hoffnung der Artisten auf eine bessere Welt prallen auf die dunkle Magie und Geschichte des Zirkus, von denen Anouk erst erfährt, als es für sie zu spät ist und sie schon längst Teil des Schicksals des Dark Circus ist. An einigen Stellen verwirrte mich das Buch etwas und ich hatte das Gefühl, dass unglaublich viele neue Informationen auftauchten, während andere Stellen sich sehr zogen. Insgesamt hat aber auch mich der Dark Circus in seinen Bann gezogen. Allen voran auch die Artisten, die alle eine tolle Geschichte haben und von denen man alle auf die eine oder andere Art ins Herz geschlossen hat. Aber auch hier gilt: Ich fühlte mich meilenweit von der Geschichte entfernt und war nicht wirklich im Geschehen. Auch mit Rhasgar, dem männlichen Protagonisten, durch den Anouk in den Zirkus kommt und der in gewisser Weise auch ihr Love Interest ist, wurde ich einfach nicht warm.

Ich muss allerdings sagen, dass mich der Schreibstil von Gesa Schwartz sehr begeistert hat. Sie schreibt so schön und ruhig und voller Magie, dass man gerne weitergelesen hat und dabei einen ganz eigenen Zauber gespürt hat. Ich freue mich, dass ich noch ein anderes Buch der Autorin zu Hause habe. Zudem haben sie und ihre Schreibstil, die Geschichte für mich besonders an den nervigeren Stellen wieder ein wenig schöner gemacht.

Weitere Rezensenten

his and her books | Live Breath Words | Ruby-Celtic testet

Vielen lieben Dank an den cbt Verlag für die Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.

 

Inhalt
4
Charaktere
6
Schreibstil & Sprache
9
Worldbuilding
8

Summary

Obwohl ich Idee und Gestaltung des Dark Circus sehr schön fand und begeistert von den vielen unterschiedlichen Charakteren war, konnte mich die Geschichte nicht ganz erreichen und war leider manchmal etwas anstrengend zu lesen. Auch an die Protagonistin Anouk kam man nicht richtig heran, was ich leider als verschenktes Potetial empfinde. Allerdings habe ich mich ein wenig in den Schreibstil von Gesa Schwartz verliebt, der einiges wieder gut machen konnte und ich freue mich auf die weiteren Bücher von ihr.

Total Rating

6.8
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4 Comments

  1. Wiebi 9. April 2018

    Hi Jule!

    „Scherben der Dunkelheit“ habe ich letztes Jahr irgendwann gelesen und ich muss sagen, der Schreibstil von Gesa Schwartz ist wirklich etwas besonderes, gar schon poetisch. Einige Stellen im Buch waren wirklich etwas schwierig, vielleicht zu metaphorisch, weshalb ich dann schon ein paar Mal den Faden verloren habe. Trotzdem fand ich die Geschichte recht spannend.

    Liebste Grüße,
    Wiebi

    Antworten
    1. MissFoxy 11. April 2018

      Liebe Wiebi,

      ja, poetisch trifft es sehr gut und ich freue mich auch schon auf die anderen Bücher von ihr. Bei Scherben der Dunkelheit war es mehr das Genre, als etwas anderes, was mich gestört hat.

      Liebst,
      Jule

  2. Nicci Trallafitti 9. April 2018

    Liebe Jule,
    der Schreibstil von Gesa ist wahrlich besonders. <3
    Ich habe Herz aus Nacht und Scherben gelesen, da habe ich auch echt lange für gebraucht, am Ende hat es mir rückblickend aber richtig gut gefallen.
    Mal schauen ob und wann ich dieses Schätzchen lesen werde, wenn ich mich nicht irre befindet es sich schon signiert im Regal.
    (Ich werfe ihre Titel ständig durcheinander)

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Antworten
    1. MissFoxy 11. April 2018

      Liebe Nicci,

      ich habe noch das Debüt von ihr zu Hause (auch signiert, hihi) und werde das jetzt auch bald lesen. 🙂 Die Titel verwechsel ich auch immer sehr leicht. Die klingen aber irgendwie auch alle sehr ähnlich 😀

      Liebst,
      Jule

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