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Comic Rezensionen | Batman, Loki und Gwenpool

MissFoxy 8. Oktober 2017

Ich habe für euch heute eine Reihe Comic Rezensionen . Alle drei stammen aus dem Panini Verlag und alle drei sind Superhelden-Comics. Dieses Mal hat es mir jedoch nicht nur das Marvel Universum angetan sondern auch DC ist mit einem Comic vertreten, der längst Klassiker Status hat. Viel Spaß beim Lesen und neue Lieblinge finden!

Gwenpool: Die einzig wahre Heldin | von Christopher Hastings, Gurihiru und Danilo Beyruth | Verlag: Panini | erschienen am 15.08.2017 | Gwenpool 1 (Gwenpool 1-4 + Special) | Taschenbuch | 116 Seiten | 14.99€ (D) Kaufen?* | Meine Wertung: ★★★★★ 5 Sterne

EIN BISSCHEN SPASS MUSS SEIN Gwen Poole war ein normaler Comic-Fan. Bis sie in einer Welt aufwachte, in der die Helden und Schurken, über die sie gelesen hatte, plötzlich real zu sein schienen. Aber das kann unmöglich wahr sein, oder? Das alles ist mit Sicherheit ein Trick, Scherz, Traum oder sonst etwas. Und daher glaubt sie… alles was sie tut, hat keinerlei Folgen. Mit dieser Einstellung ist Gwen rasch die verantwortungsloseste Figur des ganzen Marvel-Universums. Und ein Job als Söldnerin kommt da gerade recht. Bis ihr die mächtige Thor in die Quere kommt. Wie wird die Donnergöttin auf das neue Gesicht und ihre Attitüde reagieren? Und auch wenn Gwen die Begegnung überlebt, erwartet sie noch immer der tödliche Zorn von Auftraggeber MODOK! Marvels neueste Comic-Sensation erhält endlich eine eigene Serie! Zum Schreien komisch in Szene gesetzt von Christopher Hastings, Gurihiru und Danilo Beyruth. (Quelle: Verlag)

Meine Meinung 

Gwenpool startete ihre Bekanntheit eigentlich nur auf einem
Variantcover von Deadpool und wurde aufgrund der hohen Nachfrage als Comicreihe
adaptiert. Sehr zu meiner Freude, denn ich liebe die weibliche Power, die
aktuell ins Marveluniversum einzieht. Sei es Jane Foster als Thor oder das
Paralleluniversum, in dem Gwen Stacey Spiderman bzw. Spider-Gwen ist. Ganz so
ist es bei Gwenpool nicht. Sie ist nicht der weibliche Deadpool  und auch nicht Gwen Stacey sondern eine
eigenständige Heldin, hat aber so ziemlich den gleichen Humor, wie Deadpool.
Sie stammt jedoch aus unserer Welt und wurde in das Marveluniversum herein
gezogen. Das führt dazu, dass sie der festen Überzeugung ist, dass sie als
Heldin überhaupt nicht sterben kann und sich trotz fehlendem Können in viele
Abenteuer stürzt.
Der Zeichenstil ist ähnlich bunt und girly, wie der der
Spider-Gwen Reihe und gefiel mir sehr gut. Darüber hinaus fand ich die vielen
Auftritte anderer Helden und Schurken des Marveluniversums sehr gelungen.
Besonders über Thor und Dr. Strange habe ich mich gefreut. Welche Rolle die
innerhalb des Geschehens einnehmen, müsst ihr allerdings selbst herausfinden.
Die Geschichte ist super. Gwenpool muss sich neu in der Superheldenwelt
zurechtfinden. Sie hat keinerlei Ausrüstung und Erfahrung und kennt diese Welt
nur aus den Comics, die sie gelesen hat. So rutscht sie erst einmal auf die
falsche Seite und muss ihren Platz in der Welt erst einmal finden. Dadurch
erfahren wie leider noch nicht sehr viel von ihrer Vorgeschichte, was sich in
den kommenden Comics hoffentlich ändern wird.
Ich finde, der Comic eignet sich sehr gut für Anfänger, die
neu ins Marveluniversum einsteigen möchten oder mit dem Comic lesen anfangen
wollen. Die Panels sind super angeordnet und weder sie noch der Zeichenstil
fordern viel vom Leser. Darüberhinaus wirft Gwenpool mit ihren lustigen Kommentaren
viel Wissen ein, das für spätere Comics oder zum allgemeinen Verstehen des
Universums sehr gut genutzt werden kann.

Nicht nur für Einsteiger sondern auch für alle Marvel Fans
ist Gwenpool mit geballter weiblicher Power und Humor genau das richtige, wenn
man einen lustigen Superheldencomic sucht. Ich freue mich auf mehr von Gwenpool
und besonders darauf, in den kommenden Bänden mehr von ihrer Vorgeschichte zu
lesen. 

Reiheninformation

Gwenpool: Die einzig wahre Heldin (Gwenpool 1-4 + Sonderband) | Gwenpool 2 (Gwenpool 5-10) | ?

Weitere Rezensenten

Vielen lieben Dank an den Panini Verlag für die
Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.

Wählt Loki | von Christopher Hastings und Langdon Foss | Verlag: Panini | erschienen am 28.08.2017 | Wählt Loki Miniserie (Wählt Loki 1-4) | Taschenbuch | 100 Seiten | 12.99€ (D) Kaufen?* | Meine Wertung: ★★★★☆ 4 Sterne

LÜGEN SIND TRUMPF Das Wahlkampffieber hat die USA erfasst und der Adoptivsohn von Odin schielt auf Midgards Sitz der Macht. Denn Loki beabsichtigt ernsthaft, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Sein Talent ist Programm: “Ich werde euch schamlos belügen, bis sich die Balken biegen und ihr werdet es lieben!“ In der Tat liegen ihm die Massen bald zu Füßen. Aber eine Journalistin des Daily Bugle fühlt sich der Wahrheit verpflichtet. Und sie ist fest entschlossen, das amerikanische Volk aufzuklären und den Gott des Unheils als Scharlatan zu entlarven. Hat die überzeugte Idealistin eine Ahnung, auf wen oder was sie sich eingelassen hat? Eine ebenso amüsante wie intelligente Politparodie auf den jüngsten Wahlkampf in Amerika. (Quelle: Verlag)

Meine Meinung 

Mit der Miniserie Wählt Loki veröffentlichte Christopher
Hastings eine gelungene Parodie des Wahlkampf Trumps. Die gesamte Miniserie ist
nun auch in einem Band bei Panini erhältlich. In der Serie beschließt Loki,
Gott des Unheils, an der Wahl teilzunehmen und lässt sich als
Präsidentschaftskandidat aufstellen. Der Unterschied zu den anderen? Er lügt
und das offen. Das bringt ihm viele Sympathien des Volkes ein und schnell
scheint klar, dass er die Wahl gewinnen wird. Eine junge Journalistin traut ihm
jedoch nach wie vor nicht und möchte die Wahrheit aufdecken.
Vorab muss ich sagen, dass mir Langdon Foss‘ Schreibstil
leider so gar nicht zusagt. Das fließt nicht in die Bewertung ein, da es sehr
persönlich ist, allerdings ist mir bei Comics besonders der Zeichenstil sehr
wichtig und muss mir zusagen. Wenn es euch genauso geht, schaut euch den
Zeichenstil am besten vorher bei der Google Bildsuche an, dort bekommt ihr
einen schönen Eindruck, denn er ist wirklich sehr speziell.
Darüber hinaus gefallen mir Idee und Umsetzung des Comics
allerdings sehr gut. Es lassen sich klare Parallelen zum amerikanischen
Wahlkampf des letzten Jahres ausmachen und aus psychologischer Sicht hat der
Comic mir auch sehr gut gefallen, sodass ich nach der Hälfte etwa sehr gespannt
auf das Ende und die Auflösung war. Loki wird sehr zwielichtig dargestellt und
durch den Versuch Nisas, seine Spielchen aufzudecken gab es eine Menge
Plottwists. Auch Nisas Art gefiel mir sehr gut. In diesem Sinne war das Ende
auch sehr enttäuschend für mich. Ohne viel vorweg nehmen zu wollen finde ich,
dass es zum einen nicht zur Geschichte passt und einem schnellen Abschluss
gleicht. Zum anderen spiegelt es auch nicht Lokis Charakter, den des Gottes des
Unheils wieder. Für mich ein klare Schwachstelle des Comics.

Wählt Loki ist trotz des sehr speziellen Zeichenstils eine
gelungene Satire von Trumps Wahlkampf und verspricht neben der sympathischen
Journalistin Nisa auch eine Menge Loki und viele spannende Plottwists. Einzig
das Ende passt für mich so gar nicht zum Rest und zum Charakter Lokis, weshalb
es hierfür Abzüge gab. 

Reiheninformation

Miniserie Wählt Loki (1-4)

Weitere Rezensenten

Vielen lieben Dank an den Panini Verlag für die
Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.

Batman: Arkham Asylum | von Grant Morrison und Dave McKean | Verlag: Panini | erschienen am 01.11.2005 | Einzelband | Taschenbuch | 132 Seiten | 14.99€ (D) Kaufen?* | Meine Wertung: ★★★★★ 5 Sterne

Arkham Asylum: ein düsteres Haus in einer finsteren Welt ist eine kompromisslose psychologische Horror-Geschichte, in der Batman auf fast alle Insassen des Arkham Asylum, der Anstalt für wahnsinnige Schwerverbrecher, trifft. Diese Insassen – Two-Face, Mad Hatter, Killer Croc, Clayface, Scarecrow und viele mehr – übernehmen die Kontrolle über die Anstalt und bringen deren Mitarbeiter in ihre Gewalt. Sie sind dazu bereit, die Geiseln freizulassen,doch nur, wenn eine Bedingung erfüllt wird: Man muss ihnen Batman ausliefern; er soll einer von ihnen werden. (Quelle: Verlag)

Meine Meinung 

Ich bin bisher kein großer Fan des DC Universums gewesen.
Nach dem Tipp eines Freundes habe ich einsteigend zu Arkham Asylum gegriffen.
Dieser Comicklassiker begleitet Batman auf einen Besuch ins Arkham Asylum, wo
er nicht nur auf den Joker trifft sondern auch auf zahlreiche andere Schurken
des DC Universums. Darüber hinaus erfährt man auch die Ursprungsgeschichte der Psychiatrie.
Auch wenn man einen guten ersten Überblick – besonders über
die Schurken – bekommt, hätte ich mir beim Lesen fast gewünscht, ich wäre
bereits tiefer in der Materie drin. Der Zeichenstil ist einzigartig, gleicht
mehr einem Kunstwerk als einem Comic und lädt dazu ein, genauer hinzusehen.
Mann muss es sogar, wenn man alles verstehen und erfahren möchte, denn die
Geschichte selbst lässt viele Leerstellen, die es zu füllen gilt.
Viel Story hat der Comic nicht. Eigentlich existiert die
Geschichte nur in den Rückblenden, in denen beschrieben wird, wie Arkham Asylum
entstanden ist,  dadurch wird in der
Gegenwart sehr viel Raum für die Vorstellung der Charaktere gelassen, was ich
absolut genial fand. Insgesamt sollte man jedoch eine ganze Menge Zeit für
Arkham Asylum mitbringen. Zeit, Liebe fürs Detail, für Kunst und eine Story,
die sehr langsam ist und viel Raum für Charaktere lässt. Dann wird man Arkham
Asylum lieben.

Arkham Asylum kann man fast schon als Comic Klassiker
beschreiben und dieser hat es mir angetan. Obwohl der Comic nicht viel Story
umfasst, begeistert er mich besonders durch die Vorstellung der Charaktere und
der Zeichenstil selbst ist einzigartig und spricht sehr für sich. 

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2 Comments

  1. Nicci Trallafitti 9. Oktober 2017

    Liebe Jule,
    die Comics klingen alle richtig cool.
    Aber vor allen Gwenpool hat es mir angetan.
    Nach der Messe muss ich mal was bei Panini anfragen, mal schauen ob es klappt 🙂
    Ansonsten speichere ich mir mal alle auf der WuLi.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Antworten
  2. Jill von Letterheart 16. Oktober 2017

    Hey Jule!

    War ja eigentlich klar, dass du Gwenpool vor mir schaffst 😀
    Aber jetzt, wo ich deine positive Meinung sehe, freue ich mich gleich umso mehr!
    Wählt Loki konnte mich ja leider nicht allzu sehr begeistern..
    Und Arkham Asylum kenne ich tatsächlich auch noch nicht, das muss ich wohl irgendwann mal aufholen!

    Antworten

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