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Rezension | Annähernd Alex – Jenn Bennet

MissFoxy 15. November 2016
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Annähernd Alex | von Jenn Bennett | Verlag: Königskinder | erschienen am 29.09.2016 | Übersetzer: Claudia Max | Hardcover | 480 Seiten | 19.99€ (D) Kaufen?

Seinem Online-Schwarm im echten Leben zu begegnen kann böse Überraschungen mit sich bringen. Was, wenn er ein Idiot ist? Oder ein Langweiler? Mink erzählt Alex aus dem Film-Forum deswegen erst mal nicht, dass sie in genau den kalifornischen Küstenort zieht, in dem er wohnt. Sie erzählt auch nichts von ihrem furchtbaren Job in der Tourifalle von Museum, bei dem sie sich jeden Tag halb tot schwitzt. Und erst recht nichts erzählt sie von Porter, Surfwunder und Aufschneider zugleich. Als Mink und Porter nachts im Museum eingeschlossen werden, kommen sie einander näher. (Quelle: Verlag)
Ich habe Jenn Bennetts ersten Königskinder Roman, Die
Anatomie der Nacht, hier zu Hause stehen und bin sehr gespannt aufs Lesen. Die
Geschichte hinter Annähernd Alex klang jedoch so süß und spannend, dass ich
sofort dazu greifen musste. Allein das Cover finde ich ja schon genial und ich
konnte beim Lesen feststellen, dass es perfekt zur Protagonistin Bailey passt.
Folglich war diese mir auch mehr als sympathisch und als etwas jüngeres Mädchen
kann man sich sicher gut in sie hineinversetzen. Bailey ist unglaublich
schüchtern und kann nicht gut auf Leute zugehen. Das hängt zum Teil mit ihrer
Art zusammen, zum anderen Teil jedoch auch mit ihrer Vergangenheit, die im Roman
nach und nach gelüftet wird. Wenn Bailey jedoch eins liebt, dann sind es Filme.
Besonders alte Filme und über die redet sie besonders gerne in einem Filmforum
im Internet, indem sie Alex kennenlernt. Die beiden werden Chatfreunde und
verstehen sich sogar so gut, dass Alex ihr vorschlägt, Bailey könne ihren Vater
in Kalifornien besuchen und mit ihm auf ein Filmfestival gehen. Der wohnt
nämlich zufällig in Alex Stadt. Bailey ist unsicher und möchte Alex nicht fest
zusagen, was daran liegt, dass sie schon längst in Kalifornien ist, da sie zu
ihrem Vater gezogen ist. Das soll Alex jedoch nicht wissen, denn Bailey will
ihn erst finden, um sich aus der Nähe anzusehen, ob Alex in echt auch so toll
ist, wie im Chat.
Vielleicht hatte Walt
Whitman Recht: Wir sind widersprüchlich und umfangreich und enthalten Massen.
Wie können wir je wissen, wer wir wirklich sind? – Seite 184

So wird Bailey ihre Schüchternheit zum Verhängnis. Denn sie
nimmt einen Ferienjob an, bei dem sie nicht nur eine Freundin findet sondern
auch Porter kennenlernt. Der ist Anfangs unausstehlich doch nach und nach
kommen sich die beiden näher. Wenn da nur nicht Alex wäre und sie Porter frei
heraus alles erzählen könnte. Diese ganze Geschichte lässt schon vermuten, dass
Bailey innerhalb des Romans eine große Entwicklung machen muss und genauso war
es auch. Das hat der auch so schon schönen Sommergeschichte noch einmal eine
tiefere Thematik gegeben. Baileys große Liebe sind Filme. Besonders alte. Ich
muss zugeben, dass ich mit alten Filmen oder Filmen im Allgemeinen längst nicht
so viel anfangen kann, wie mit Büchern und doch hat auch dieser Aspekt dem Buch
eine interessante Note gegeben. An jedem Kapitelanfang findet man ein
Filmzitat, das perfekt zu dem darauffolgenden Kapitel passt und Bailey Liebe zu
Filmen, nimmt insgesamt eine sehr bedeutende Rolle ein.

Die Geschichte an sich ist neben Baileys tollen Entwicklung
und der Sache mit den Filmen eine klassische Sommer-Liebesgeschichte. Dies ist
aber keinesfalls negativ zu sehen, denn mir hat sie sehr gut gefallen. Wir
begeben uns auf die Suche nach Alex, durchleben Baileys Gefühlschaos mit einem
anderen Jungen und beschäftigen uns mit ihren alltäglichen Problemen. Und das
vor Kaliforniens wunderbarer Kulisse, die zum Träumen einlädt. Mich hat Jenn
Bennett mit diesem Werk sehr gut unterhalten und berührt und ihren Schreibstil
kann ich nur loben. Nun freue ich mich auf Die Anatomie der Nacht.
Dieses Buch macht einfach glücklich! Jenn Bennett hat mit Annähernd Alex einen wunderschönen und berührenden Sommerroman geschaffen, der auch in den tristesten Herbsttagen den Sonnenschein ins Zimmer zaubert. Die Protagonistin Bailey ist herzallerliebst und zusammen mit ihrer Liebe zu Filmen und ihrer starken Entwicklung macht sie Annähernd Alex zu einem berührenden und lesenswerten Werk.
                             

Vielen herzlichen Dank an den Königskinder Verlag für das
schöne und berührende *Rezensionsexemplar.
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2 Comments

  1. Sandy 15. November 2016

    Mit alten Filmen kann ich meistens auch nicht so viel anfangen, aber in den Kontext scheinen sie perfekt zu passen! Überhaupt klingt das Buch einfach rundum schön. Wenn mein SuB (für meine Verhältnisse) nicht so hoch wäre, würde ich es sofort lesen! 😀 Eine wirklich schöne Rezension Jule.

    Allerliebste Grüße, Sandy ❤

    Antworten
  2. Jessies Bücherkiste 13. Januar 2017

    Huhu meine Liebe <3,
    ich schleiche ja nun schon länger um dieses Buch herum, aber war mir nie sicher ob es mir gefallen wird! Doch nach deiner Rezension denke ich, dass es doch etwas für mich sein könnte.
    Danke dafür :* liebst, Jessie

    Antworten

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