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[Rezension] Steelheart – Brandon Sanderson

MissFoxy 5. September 2014


Titel: Steelheart
Autor: Brandon Sanderson
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 04.09.2014
Format: Hardcover
Seitenanzahl: 450
Preis:  17,99€ (D) Kaufen?

Reihe:  Steelheart | Firefight | Calamity

Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen (Quelle: lovelybooks)

Wir lieben sie: Superhelden, wie Spiderman, Batman, Captain
America oder Iron Man. Männer, die Tag für Tag unter uns leben und bei Bedarf
ihre schicken Kostüme anziehen und uns vor den bösen Schurken retten. Aber was
wäre, wenn es keine Helden gäbe? Was wäre, wenn die Bösen mit allen Kräften
ausgestattet sind und ganze Städte unter ihre Herrschaft reißen? Das erfahrt
ihr in Brandon Sandersons Dystopie Steelheart.
In Davids Welt, im Chicago der Zukunft, hat ein Epic namens
Steelheart (der nebenbei auch noch Davids Vater auf dem Gewissen hat) die Macht
übernommen. Seit der Komet Calamity am Himmel erschienen ist, scheinen manche
Menschen unterschiedliche Superkräfte zu bekommen, die sie ausnahmelos zu bösen
Zwecken einsetzen. Es ist eine Welt, in der die Superhelden nicht die Guten
sind sondern die Bösen, eine Welt, in der die Menschen noch vergeblich auf die
Helden hoffen oder sich schon mit ihrem Schicksal abgefunden haben, denn die
mächtigsten Epics scheinen unbesiegbar. David will Rache an Steelheart. Und
dafür macht er sich auf die Suche nach denen, die ihm bei der Rache helfen
können: Nach den Rächern. Denn die scheinen die einzigen zu sein, die etwas
gegen die Epics unternehmen wollen.

David, die Hauptperson der Geschichte, ist 18 Jahre
alt und ziemlich Epic-besessen, seit sein Vater von Steelheart getötet wurde.
Seitdem sammelt er alles über die einzelnen Epics, was er in Erfahrung bringen
kann und weiß unglaublich viel über sie, weshalb ihn einige der Rächer
scherzhaft als einen Nerd bezeichnen. Aber das ist er gar nicht. David ist
cool. Wirklich. Er war mir sofort sehr sympathisch. Er hat eine sehr offene und
direkte Art, wird aber nie unhöflich. Er ist sehr stark und verfolgt seine
Ziele mit großem Ehrgeiz. Dabei ist er aber nicht so verbissen, dass er nichts
mehr um sich herum wahr nimmt sondern hinterfragt auch vieles und achtet auf
andere. Alles in allem ist er also der perfekte Protagonist, an dem ich einfach
nichts auszusetzen habe. Denn so oft er sich unbedacht in eine Situation
bringt, so oft er egoistisch handelt, genauso oft merkt er es auch und
hinterfragt sein Verhalten.
Die Mitglieder der Rächer sind neben den Epics so gut
wie die einzigen, über die man mehr erfährt. Die Rächerzelle ist sehr klein und
besteht neben David nur aus 5 anderen Personen. Sie alle sind in ihrer Art sehr
unterschiedlich, lustig und absolut liebenswürdig. Keiner von ihnen hat mich
während des Lesens genervt.
Die Epics wiederrum betrachten wir meistens nur aus
der Ferne. Aber trotzdem werden sie so unglaublich real, da David so viel über
sie weiß. So werden sie zu unglaublich erschreckenden und unfassbar bösen
Charakteren, die man einfach nur hassen muss. Aber genau so etwas braucht ein
Buch, wie Steelheart eben auch.

Endlich kommt
mit Steelheart auch mal ein Buch, das perfekt geeignet ist für Jungs. Nicht,
dass ich ein Junge wäre oder nur auf solche Bücher stehen würde aber es ist
eben auch mal erfrischend nicht immer alles aus der nachdenklichen
Mädchen-Perspektive zu lesen sondern auch mal wieder den Draufgänger zu haben.
Aber liebe Mädels, lasst euch nicht abschrecken denn auch David hat Gefühle, ob
ihr es glaubt oder nicht. Also müssen wir glücklicherweise nicht auf Liebe
verzichten und nur etwas über Kämpfe und Co. lesen.
Das Buch ist sehr
actionreich, was mir super gut gefallen hat. Wenn man einen Kampf gegen eine
Horde von Epics führt, ist natürlich klar, dass sie sich nicht mit Worten
besänftigen lassen. Deshalb hat man wirklich von der ersten bis zur letzten
Seite unglaublich viel Spannung und auch viele unerwartete Wendungen. Denn
ständig erfährt man wieder Neues und es gibt Dinge, die entpuppen sich
plötzlich als etwas ganz anderes. So wurde man beim Lesen immer und immer
wieder überrascht und es wurde nie langweilig.  

Außerdem hat
Steelheart noch eine unglaublich schöne Thematik, die viel tiefer geht, als es
zuerst den Anschein hat. So fragt sich David, ob Calamity vielleicht nur
erschienen ist, um die Menschen zu testen, um zu sehen, was sie mit Macht
anfangen und wie es sie verändert. David ist generell sehr nachdenklich und
fragt sich auch oft, ob alle damit glücklich wären, wenn Steelheart
ausgeschaltet wird, böse Taten hin oder her, und ob Chicago überhaupt ohne ihn
überleben kann. So regt das Buch neben der vielen Action auch noch ganz toll
zum Nachdenken an.

Steelheart bekommt von mir 5 von 5 Füchschen. Endlich mal
ein Buch für Jungs, mit einer tollen und außergewöhnlichen Idee, einer tollen
Thematik und vielen unerwarteten Wendungen.

Ein ganz großes Dankeschön geht an den Heyne-Verlag für die
Bereitstellung des Leseexemplars!

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