LOADING

Type to search

[Rezension] The Queen of the Tearling – Erika Johansen

MissFoxy 18. Juni 2014


Titel: The Queen of the Tearling
Autor: Erika Johansen
Verlag: Bantam Press
Erscheinungsdatum: 08.07.2014
Format: Flexibler Einband, Taschenbuch
Seiten: 432
Sprache: Englisch
Preis:  19,60€ (D)

Reihe: Trilogie geplant

(1) The Queen of the Tearling

Kelsea
Glynn is the sole heir to the throne of Tearling but has been raised in secret
by foster parents after her mother – Queen Elyssa, as vain as she was stupid –
was murdered for ruining her kingdom. For 18 years, the Tearling has been ruled
by Kelsea’s uncle in the role of Regent however he is but the debauched puppet
of the Red Queen, the sorceress-tyrant of neighbouring realm of Mortmesme. On
Kelsea’s 19th birthday, the tattered remnants of her mother’s guard – each
pledged to defend the queen to the death – arrive to bring this most un-regal
young woman out of hiding… And so begins her journey back to her kingdom’s
heart, to claim the throne, earn the loyalty of her people, overturn her
mother’s legacy and redeem the Tearling from the forces of corruption and dark
magic that are threatening to destroy it. But Kelsea’s story is not just about
her learning the true nature of her inheritance – it’s about a heroine who must
learn to acknowledge and live with the realities of coming of age in all its insecurities
and attractions, alongside the ethical dilemmas of ruling justly and fairly
while simply trying to stay alive… (Quelle: lovelybooks)

Da ich finde, dass der wirklich lange Klappentext den Inhalt
sehr gut zusammenfasst und wiedergibt mache ich hier direkt mit der Idee
weiter.
Die finde ich sehr schön und originell. Obwohl der
Klappentext vermuten lässt, dass die Story im Mittelalter spielt, spielt sie
jedoch in der Zukunft, ca. 300 Jahre nach dem sogenannten Crossing in eine neue
Welt, bei dem so einiges schief lief und sich die Gesellschaft so
zurückentwickelt hat. Das ist aber teilweise auch Tear, dem Leiter des
Crossings zuzuschreiben, der weitestgehend auf Technologien und sogar Bücher
verzichten wollte. Im Buch selbst finden wir dann auch eine sehr interessante
Mischung aus Dystophie, Mittelalter-Charme und Kämpfen und auch ein klein wenig
Magie. Somit ist die Grundidee für mich einzigartig und eine sehr gelungene und
spannende Mischung.

The Fetch threw back his head and roared with laughter. He placed a friendly hand on Kelsea’s back, making her skin prickle. „Tear Queen, you’ll either be dead within a week or you’ll be the most fearsome ruler this kingdom has ever known.[…]“ (Seite 88)

 

Da ich
dieses Buch ja auch auf Englisch gelesen habe kann ich nichts wirklich sehr
detailliertes über den Schreibstil sagen. Verglichen mit englischen
Jugendbüchern sind der Stil und das Niveau des Buches natürlich gehobener. Das
war in dem Fall nicht schlimm. Das Buch kommt gut ohne völlig fremde oder
Fachwörter aus und lässt sich sehr leicht und flüssig lesen, wenn man gut
Englisch kann. Gestört hat mich allerdings die teilweise sehr derbe
Ausdrucksweise einiger Charaktere. Das Buch würde auch sehr gut ohne
Schimpfwörter auskommen. Sehr schade.

Bei den Personen war ich sehr zwiegespalten. Zum einen
gefallen mir die Personen sehr gut, da viele sehr interessante Persönlichkeiten
dabei sind, die vom Charakter sehr gut ausgestaltet und auch etwas ganz
besonderes sind. Besonders angetan haben es mir der Mace und The Fetch, aber
auch die Red Queen und Father Tyler sind sehr interessante Charaktere. Ihr seht
schon, ich bin wirklich begeistert und könnte noch unzählige weitere Namen
hinzufügen.
Bei Kelsea, der Hauptperson war ich mir allerdings sehr
unsicher und ich habe bis jetzt auch noch nicht wirklich sicher. Eigentlich mag
ich sie, denn sie hat wie jedes andere 19-jährige Mädchen auch mal
Selbstzweifel, trifft hin und wieder falsche Entscheidungen und verliebt sich
in die falschen Männer. Aber mit Hauptpersonen muss man sich in den meisten
Fällen eigentlich identifizieren können. Besonders, wenn sie, wie in meinem
Fall, nur ein Jahr jünger ist als ich selbst. Aber ich konnte es ein einfach
nicht. Zu oft handelt sie so, dass ich einfach nur mit dem Kopf schütteln
wollte und bei vielen Aktionen, die ich teilweise noch verstehen könnte
bekommen wir von der Autorin aber keine Information warum genau Kelsea so
handelt und so bleibt sie für mich leider auch sehr oft viel zu blass.
Mit meiner Kritik, sowohl der positiven als auch der
negativen, tue ich mich bei diesem Buch sehr schwer. Da kommt zum einen der
Faktor ins Spiel, dass das Buch ein Leserunden-Buch war. Bei Leserunden wird
man leider immer wieder auf die klitzekleinsten Fehler gestoßen, vor allem von
Mitlesern, die das Buch aus unterschiedlichsten Gründen nicht mochten, und
findet diese Fehler leider beim Lesen dann auch, obwohl man sie bestimmt nicht
alleine gefunden hätte. Ich selbst hätte beim Lesen sicher ein paar der Fehler
gefunden. Es gab ein paar Ungereimtheiten, die ich aber rückblickend auch nicht
wirklich schlimm oder störend fand. Was mich aber umso mehr gestört hat ist die
Tatsache, dass mich während des gesamten Lesens viel zu viele offene Fragen
begleitet haben. Zum einen war das positiv, da wir immer genauso viel, oder
eher wenig, wussten wie  Kelsea, zum
anderen wären sicher auch ein paar Hintergrundinformationen mehr sehr schön
gewesen, damit wir eben nicht ständig mit einem großen Fragezeichen über dem
Kopf lesen müssen. Leider werden auch bis zum Ende des Buches viele Fragen
nicht beantwortet aber an dieser Stelle hoffe ich einfach auf die nächsten Teil
der angekündigten Trilogie.
Der andere Faktor ist, dass dieses Buch so sehr gepusht
wurde, dass man mit unendlich hohen Erwartungen ans Lesen geht und so von
vielleicht gar nicht so schlimmen Kleinigkeiten enttäuscht ist. So sind
Filmrechte schon an Warner Bros verkauft, Emma Watson wird Kelsea spielen und
Harry Potter-Producer David Heyman ist auch ganz sicher dabei. So geht man
natürlich sofort ganz anders an das Buch ran und auch ich habe mich gefragt, inwiefern
ich das Buch anders bewertet hätte, wenn es nur ein Buch gewesen wäre.
Aber ich möchte auch nicht zu viel negatives sagen denn
trotz der kleinen Kritikpunkte bei den Personen und beim Stil und trotz der
kleinen Fehler und der Fülle von ungeklärten Fragen muss ich sagen, dass mich
das Buch einfach von der Idee und vom Thema her einfach so sehr überrascht und
überzeugt hat, dass ich mich, was meine Kritikpunkte betrifft noch nicht so
festfahren mag und ich sehnsüchtig die nächsten Teile erwarte und hoffe, dass
die meine Meinung noch mal im Positiven beeinflussen werden.

  

Letzendlich gebe ich The Queen of the Tearling doch 4 von 5
Füchschen
, da mich das Buch von der Grundidee sehr überzeugt hat und ich
einfach die nächsten Bände der Reihe abwarten möchte.
Danken möchte ich an dieser Stelle lovelybooks und Random
House UK für die Bereitstellung der Leseexemplare und die Durchführung der
Leserunde. Vielen Dank, dass ich das Buch schon vorab lesen durfte.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *