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[Rezension] Abschied für immer und nie – Amy Reed

MissFoxy 9. Januar 2016

Titel: Abschied für immer und nie 

Autor: Amy Reed
Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum: 10.11.2015
Übersetzer: Maike Müller
Format: Hardcover
Seiten: 304
Preis:  16.90€ (D) Kaufen?

Reihe: Abschied für immer und nie | Unforgivable

„Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“
Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise.
Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer
Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird
alles verändern …

Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden
zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig.
In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass
sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht … (Quelle: Klappentext)
Ich schlage das Buch auf, beginne zu lesen, lese weiter und
weiter und weiter und bin verliebt in dieses sagenhaft schöne Buch. Bis es mir
plötzlich nicht mehr gefällt. Genau das ist mein Fazit, wenn ich nur einen Abschnitt
zu Abschied für immer und nie schreiben
dürfte. Sehr begeistert von dem Klappentext habe ich mich riesig auf das Buch
gefreut und wurde anfangs nicht enttäuscht. Ich habe mich direkt in Amy Reeds
Schreibstil verliebt, der so wundervoll poetisch ist, dass man sich am liebsten
jede Stelle im Buch als Lieblingsstelle anstreichen möchte. Faszinierend war es
für mich, vom Leben von Evie, Stella und Caleb zu erfahren, die alle drei an
Krebs erkrankt und in einer Klinik sind. Für alle drei sieht es nicht gut aus
und trotzdem meistern sie diese schwierige Zeit mit einem Menge Humor. Caleb
habe ich sofort in mein Herz geschlossen und bei Stella fiel es mir ein wenig
schwerer. Dennoch wurde sie mir nach und nach auch immer sympathischer. Wer
mich von Anfang an allerdings nicht begeistern konnte, war Evie. Sie hat von
Anfang an eine überhebliche Art, stellt sich höher als ihre gesunden
Mitmenschen. Ich konnte sie einfach nicht nachvollziehen.
Das alles verstärkt sich noch einmal, als Evie aus
sonderbaren Gründen geheilt wird und nach Hause darf. Sie ist gesund und
dennoch behandeln ihre Mitmenschen, ihre Familie, ihre Freundinnen aus der
Schule und auch Will, ihr Freund, sie noch immer mit größter Vorsicht. Das
passt Evie nicht. Das kann ich zwar verstehen aber ich kann auch das Verhalten ihrer
Mitmenschen nachvollziehen. Besonders Will gibt sich die größte Mühe, wird aber
entweder von ihr abgestoßen oder, wenn es die Situation wieder erfordert, wie
ein Hund herbeizitiert. Evie verfällt den Drogen und verspielt viele Dinge. Sie
wendet sich von Caleb und der Klinik ab und meldet sich dort nicht mehr. Menschen,
die ihr helfen möchten sind nervig und der einzige der gut ist, ist Marcus, der
sie nicht so behandelt wie alle anderen. Ist ja auch nicht so schwer. Denn
Marcus weiß ja gar nicht, dass Evie krank war und fast gestorben wäre….
Letztendlich macht Evies Entwicklung viele, viele Schritte zurück und sie war
ehrlich gesagt die Enttäuschung des Buches.

Ich kann diesen Kampf, den eine Person macht, die sich
unerwartet von einer solch schweren Krankheit erholt, nachvollziehen. Es
scheint nicht leicht zu sein und das mag ich auch nie behaupten. Allerdings
hätte ich mir gegen Ende eine Steigerung erhofft. Mir hat es nämlich ehrlich
gesagt sehr gefallen, von Evies Krankheit zu erfahren und mit den Problemen
konfrontiert zu werden, die sie zu Hause erwarten. Aber an irgendeinem Punkt
wollte ich einfach eine Wendung sehen. Abgesehen von Evie illustriert dieses
Buch das Thema Krebs noch einmal von einer anderen Seite. Nicht nur die Kranken
stehen im Mittelpunkt der Geschichte sondern auch deren Angehörigen. Dieser
Aspekt sowie der tolle Schreibstil der Autorin haben mich das Buch wirklich
lieben lassen. Ich bin nun gespannt auf den zweiten Teil der Dilogie, der aus
Marcus Sicht erzählt wird. Obwohl ich sehr gehofft habe, dass sich Evie wieder
für Will entscheidet, bin ich gespannt auf Marcus Geschichte und hoffe auf eine
Entwicklung Evies. 

Ich bin begeistert von der Story dieser etwas anderen Krebsgeschichte. Es war erfrischend etwas Neues zu lesen und Amy Reeds Schreibstil hat das ganze positiv unterstützt. Sehr gestört haben mich allerdings die Protagonistin Evie sowie deren fehlende Entwicklung. Ich möchte Abschied für immer und nie 3,5 Füchschen geben und werde sie auf 4 von 5 Füchschen aufrunden, denn den Schreibstil und die Idee der Autorin können für mich Evie wett machen.

Vielen herzlichen Dank an die Agentur Literaturtest für die
Vermittlung des  *Rezensionsexemplars.



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2 Comments

  1. Chrisi 10. Januar 2016

    Hmhm, ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch lesen möchte. Die Charaktere sind für mich einfach mit das Wichtigste an einem Buch und so wie du Evie beschreibst, klingt es nicht, als könnte ich besonders viel Spaß mit dem Buch haben.
    Da dir das Gesamtpaket durch den Schreibstil und die Story dann ja doch noch recht gut gefallen hat, bin ich aber doch irgendwie neugierig. Vielleicht leihe ich mir das Buch mal in der Bücherei aus 😉

    Liebe Grüße
    Chrisi

    Antworten
  2. Beatrix Petrikowski 9. Juli 2016

    Obwohl mir der Roman, weil er sich einem wichtigen Thema widmet, auch gefallen hat, kann ich aber nicht sagen, dass er auf mich erfrischend gewirkt hat.

    Antworten

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