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[Rezension] Jenseits der blauen Grenze – Dorit Linke

MissFoxy 15. Oktober 2014


Titel: Jenseits der blauen Grenze
Autor: Dorit Linke
Verlag: Magellan
Erscheinungsdatum: 21.07.2014
Format: Hardcover
Seiten: 303
Preis:  16.95€ (D) Kaufen?

Reihe: keine

Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes, verbindendes Seil um ihr Handgelenk rettet sie vor der absoluten Einsamkeit… (lovelybooks.de)

 Heute wage ich mich an die Rezension zu Jenseits der blauen
Grenze. Ich habe sie sehr lange aufgeschoben, nicht, weil ich keine Lust hatte
das Buch zu rezensieren. Mir wollten nicht die richtigen Worte einfallen, die
diesem Buch gerecht werden. Denn es hat mich zutiefst berührt.

Zugegeben: Das erste, was mir eingefallen ist, als ich den
Klappentext gelesen habe war: Wie können 300 Seiten über eine Flucht auf dem
Meer spannend sein? Und obwohl ich da noch ein wenig misstrauisch war, habe ich
mich sehr gefreut, als der Magellan Verlag mir ein Rezensionsexemplar hat
zukommen lassen, denn ich bin ein riesiger Geschichtsfan und finde solche
Themen generell immer sehr spannend.
Das Buch spielt in der DDR. Im August 1989. Kurz vor dem
Mauerfalll. Es erzählt die Geschichte von Hanna und Andreas. Sie sind auf der
Flucht. Ihr Ziel: Westdeutschland. Ihre Route: Die Ostsee. Nichts als eine
dünne Schnur verbindet sie. Und obwohl ich meine Zweifel hatte, wie spannend
das Buch tatsächlich sein könnte hat es mich von der ersten bis zur letzten
Seite gefesselt.
Das liegt primär wohl an dem Schreibstil. Dorit Linke hat es
wirklich geschafft mit Worten eine so unglaubliche Spannung zu erzeugen und
konnte die Atmosphäre, die herrscht immer sehr gut einfangen. Der Schreibstil
drückt immer so gut Hannas Zustand aus. Die Sätze sind lang und komplex, wenn
Hanna über etwas Wichtiges nachdenkt. Kurz und abgehackt, wenn ihre Kräfte am
Ende sind. Für mich ist das ganz klar eine kleine Meisterleistung, die das Buch
zu etwas ganz besonderem macht.
Auch Hanna und Andreas machen das Buch lesenswerter. Hanna
ist eine Träumerin. Gefangen im politischen System der DDR, obwohl sie frei
sein möchte. Studieren, was immer sie möchte. Dennoch ist sie still, angepasst.
Anders Andreas der auffällt wo er nur kann und kein Geheimnis daraus macht, was
er von der DDR hält. Die beiden machen sich auf in den Westen um dort
Sachen-Jensi wiederzutreffen. Die drei haben sich kennengelernt als Jensi von
Sachsen nach Rostock gezogen ist und waren unzertrennlich bis zu dem Tag, an
dem Jensi ausreisen durfte. Neben den Gedanken, die Hanna und Andreas im Jetzt,
auf dem Meer, durch den Kopf gehen erfahren wir in Rückblenden unglaublich viel
aus dem Leben der drei in der DDR, erfahren, wie beengend es sein muss, in
solch einem System zu leben. Sie wollen ausbrechen und letztendlich wagen sie
das Unglaubliche. Eine Flucht über die Ostsee.

In ihrem Roman Jenseits der blauen Grenze zeigt uns Dorit
Linke auf eine wunderschöne und gleichzeitig erschreckende Art, was in den
Köpfen der Jugend der DDR vorgeht. Sie erzählt von dem Wunsch frei zu sein,
nicht an den Kommunismus und seine Kontrolle gebunden zu sein und davon, was
Menschen tun würden, um diese Freiheit am Ende zu erlangen. Jenseits der blauen
Grenze ist ein wundervoll geschriebener und nachdenklich stimmender Roman, der
von mir 5 von 5 Füchschen bekommt.

Dankeschön an den Magellan Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.

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1 Comments

  1. Chrisi 17. Oktober 2014

    Oh du hast mir grade so Lust auf dieses Buch gemacht *_* Ich glaube, bald steht jedes Buch von dem Verlag auf meiner Wunschliste ^^
    Das Buch klingt auf jeden Fall total gut und deine Rezension ist echt überzeugend! 🙂

    Liebe Grüße
    Chrisi

    Antworten

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